Ein Filter für die Wasserstofflinie.

Ein Filter braucht man um Störungen von terrestrischen Sendern, Satelliten und vor allem Handys zu unterdrücken. Das Rauschsignal der Wasserstoffwolken ist sehr schwach und mischt sich leicht mit lokalen Sendern die dann gewaltigen Störsignale produzieren können. Die Frequenz des neutralen Wasserstoffs liegt bei 1420,4 MHz. Manche Wolken bewegen sich sehr schnell und dadurch ändert sich die Frequenz manchmal um bis zu 0,5 MHz nach oben oder unten. Das ist eine Verschiebung der Frequenz mit der man die Geschwindigkeit der  Wolkenbewegung bestimmen kann. Das Filter muss deshalb eine Bandbreite von 2-3 MHz haben. 

Ein Cavity Filter für die Wasserstofflinie ist die beste Lösung.

Die Finger und Sonden sind in einem Aluminiumrohr mit rechteckigem Querschnitt angeordnet.  40 x 60 mm. Diese Finger sind aus einem 8 mm Aluminiumstab gefertigt und werden mit M4X10-Schrauben an der Rohrwand befestigt. Die Koppelsonden bestehen aus dünnem Kupferrohr (etwa 2 mm Durchmesser) das an den Mittelstift einer SMA-Buchse angelötet wird. Die SMA-Steckverbinder haben rechteckige Flansche mit vier Löchern mit einem Durchmesser von 2,6 mm, die in einem 0,34 "X0,34"-Quadrat (8,6 mm x 8,6 mm) angeordnet und mit je vier Schrauben M2,5 x 5 mm an der Rohrwand befestigt sind.

Der Eigenbau

 Vor 2 Tagen habe ich endlich mein Alu vierkant Rohr bekommen allerdings habe ich das mit 4 mm Wandstärke bestellt. Leider liefert bei Amazon keine Firma nach Österreich und auch im Baumarkt war nichts Passendes zu bekommen. Aber nun ging es los. 2 mm versilberter Kupferdraht war auch nicht zu bekommen. Alles andere war schon vorrätig.  Die Bohrungen samt Gewinde schneiden in 4 mm Alu war das reinste Vergnügen. Bei 2mm hätte ich Bauchweh gehabt. 1,5 mm Silberdraht hatte ich zuhause. Die Enden habe ich ein wenig mit dem Hammer breitgeklopft und im Schraubstock etwas gebogen so dass das Anlöten kein Problem war. Den Draht habe ich etwas länger gelassen so, dass ich beim Abgleich mit dem Seitenschneider etwas abzwicken konnte.

Der Abgleich des Filters

Nachdem alles zusammengeschraubt war ging es an den Abgleich. Das gestaltete sich mit meinem Spectrum Analyzer sehr einfach lediglich die Ein und Auskopplung musste um 5 mm gekürzt werden und um die Welligkeit zu verbessern habe ich den Silberdraht ein wenig verbiegen müssen. Das Ergebnis ist als Grafik im Anhang eingefügt. Die Einfügedämpfung ist etwa 2 db. Die 3 db Bandbreite ist 4 MHz und bei 40 db Dämpfung sind ca. 10 bis 15 MHz. Ideal für die Wasserstoffwolken der Milchstraße. Und vor allem hat das Basteln mal wieder einen riesen Spaß gemacht.                       

Quelle und Link  Matjaž Vidmar, S53MV       http://lea.hamradio.si/~s53mv/cavity/cavity.html

 

ZAMG-Wetterwarnungen

Meine aufgenommenen Sonnen Daten werden alle 15 Minuten zur Wissenschaftlichen Erforschung der Sonne an ISWI, IMPC und ETH Zürich gesendet.